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Geborgenheit durch Kompetenz und Freundlichkeit.

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Gruppentherapie

 

Gruppentherapie

Fachgebiet Adoleszente

Ziel einer Gruppentherapie ist die Stärkung des Selbst über die Erfahrung mit den Anderen, Reflexion der eigenen Handlungsmuster, emotionale Entlastung durch Solidaritätserfahrung und Erweiterung der sozialen Kompetenzen.
Bei der Zusammenstellung einer Gruppe ist auf die umsichtige Anpassung der einzelnen Symptombilder zu achten.

Die verhaltenstherapeutische Gruppentherapie ist eine effektive Maßnahme zum Aufbau sozialer Kompetenzen, Förderung der Empathie und Hinwirkung auf andere Behandlungsziele. Inhaltlich werden spezielle Alltagssituationen der Jugendlichen als Basis von Verhaltensübungen aufgenommen, in denen die Jugendlichen bisher dysfunktionale Verhaltensweisen zeigten.

Nach einer ausführlichen Analyse positiver und negativer Auswirkungen des bisherigen Verhaltens werden adäquatere Verhaltensalternativen gesucht und im Rollenspiel eingeübt. Dabei werden die einzelnen Rollen genau konkretisiert und kontinuierlich reflektiert. Die Einübung des Zielverhaltens wird mittels positiver Verstärkung so lange fortgeführt, bis der Patient in der Lage ist, das Zielverhalten sicher auszuführen.

Die Gruppen enthalten neben der für einzelne Gruppen spezifischen Thematik (Anti-Aggression, Selbstbehauptung/Impulskontrolle) alle auch gemeinsame Elemente wie Entspannungstechniken Anwendung (Elemente aus dem Autogenen Training und dem hypnotherapeutischen Bereich wie Traumreisen, Phantasiereisen aber auch Körperwahrnehmungselemente). Hierbei ist das Ziel, dass die Jugendlichen einen Zugang zu ihrer psychischen Befindlichkeit und eine innere Aufmerksamkeit erreichen.  Zudem eröffnet der Therapeut die Möglichkeit sich verbal auseinander zu setzen mit der eigenen Person und Befindlichkeit, sowie den Beziehungen zu den anderen. Je nach der dabei entstandenen Psychodynamik ist es möglich, im Rollenspiel die angesprochenen Themen zu bearbeiten und zu vertiefen. Hierbei ist wichtig die gegenseitige Rückmeldung über die Beziehung zu den anderen Gruppenmitgliedern und das Aufgreifen von Übertragungsphänomenen aus dem Alltag.

Die Abschlussphase dient dazu einen -unbefangenen Kontakt wieder aufzunehmen und den Übergang in die Alltagsrealität zu erleichtern. Die einzelnen Elemente des hier dargestellten Schemas werden je nach Alter, Interessen, Kooperationsfähigkeit der Jugendlichen und der Gruppendynamik gewichtet

Hier erhalten Sie mehr Informationen zu unserer Abteilung für Adoleszente.

Fachgebiet Erwachsenenpsychotherapie

Psychoedukative Gruppe

In der Psychoedukations-Gruppe werden gemeinsam mit den Patienten (d.h. in einem nicht frontalen Unterrichtsstil) die für das Verständnis der Erkrankung und der Behandlung notwendigen Themen erarbeitet, um hierüber die Akzeptanz der erforderlichen medikamentösen Behandlung und die Bewältigung der Krankheit und relevanter Belastungsfaktoren (Stress) zu fördern.

In der offenen Gruppe B erfolgt dies entsprechend der jeweils die anwesenden Patienten am brennendsten interessierten Fragen und somit nur gering strukturiert.

In der geschlossenen, strukturierten Gruppe B2 wird im Rahmen zweier Termine pro Woche jeweils ein neuer Themenkomplex besprochen:


1. Woche: Woran kann ich die Krankheit erkennen?
– Das Erscheinungsbild der Psychose.

2. Woche:
Was sind die biologischen Krankheitsursachen und wie sieht die beste Behandlung aus?
– Dopaminüberschusstheorie und Medikamentenseminar.

3. Woche: Kann ich erkennen, wann eine Wiedererkrankung droht?
– Die Bedeutung von Warnsignalen (mit Erarbeitung der persönlichen Warnsignalmuster).

4. Woche: Wie kann ich Gesundheit erhalten und Wiedererkrankungen vermeiden?
– Stressbewältigung und Reizabschirmungsmethoden.

Gruppe für Abhängigkeitserkrankungen

Alkohol-, medikamenten- und drogenabhängige Patienten erhalten Informationen zur Suchterkrankung. Grundkonzepte der Suchtmittelabhängigkeit (Kriterien, Entstehung von Sucht, Krankheitseinsicht, Folgen der Sucht, Notwendigkeit der Abstinenz) werden psychoedukativ vermittelt.

Es werden motivierende Gespräche in Richtung der Aufnahme einer ambulanten oder stationären Weiterbehandlung geführt. Bei entsprechender Motivation erfolgt eine weitere sozialarbeiterische Begleitung im Einzelkontakt.

Konfliktbewältigungsgruppe

Das Konfliktbewältigungskonzept ist als integriertes Intensiv-Programm konzipiert, zu dem neben der dreimal wöchentlich stattfindenden interaktionellen Gruppentherapie obligatorisch Einzelgespräche, Training sozialer Kompetenzen, Musiktherapie, Patientengruppen sowie Körpertherapie gehören.
 
Ziel ist die Unterstützung bei der Bewältigung von Konfliktsituationen durch Vermittlung von emotionaler Stabilisierung, Ressourcen-Aktivierung und Lösungskompetenz.

Es handelt sich um eine stationäre/ teilstationäre gruppentherapeutische Kurzzeit-Therapie mit den Schwerpunkten:emotionale Stabilisierung durch Aussprache und Zuhören, Rückmeldungen, Evozierung von Anteilnahme, Unterstützung, Akzeptanz, Wohlwollen und Schutzgewährung, kognitiv-emotionale Veränderung durch Erhöhung der nichtbewertenden Achtsamkeit für sich und andere, Förderung von Klärung, Erklärung und Perspektivenwechsel, Förderung von Stresstoleranz, Unzulänglichkeits-Toleranz, Empathie für sich und andere und Gelassenheit, Ermunterung zu Aktivierung, Konfrontation und Veränderung,

Motivation zur weiteren Teilnahme an einer ambulanten (Selbsthilfe-)Gruppe.Häufige Themen sind Angst, Verunsicherung, Erschütterung des Selbstwertgefühls, emotionale Überforderungssituationen, erlebte Kränkungen, Konflikte, Lebenskrisen, außergewöhnliche Lebensbelastungen

Körperpsychotherapie

Ziele dieser Gruppe sind die Aktivierung des Körpererlebens im sozialen Kontakt sowie die Förderung der achtsamen Verbindung von Körper, Gefühl und Gedanken.

Gearbeitet wird über körperorientierte Basis-Übungen  

  • zur achtsameren Wahrnehmung und Akzeptanz von polaren Körperzuständen wie Anspannung und Entspannung, Ruhe und Bewegung, Ausdehnung und Zusammenziehen, Langsamkeit und Hektik, Bodenhaftung und "n der Luft hängen", Öffnen und Schließen
  • zur verbesserten Wahrnehmung und zum achtsameren Umgang mit den eigenen Körpergrenzen für das körperliche Wohlbefinden im Kontakt mit anderen durch Übungen zu Nähe / Distanz, Führen- / Geführt werden, Geben / Nehmen, Platz- und Raum- Gestaltung
  • zur achtsameren Wahrnehmung, Akzeptanz und Wertschätzung des eigenen Körperbildes und Körperausdrucks und der eigenen Gesten und Bewegungen,  als elementare Ausdrucks- und Erfahrungsmöglichkeit jenseits von Sprache und Denken.

Angstbewältigungs-Gruppe

Das Training sozialer Kompetenzen (auf der Basis des Manuals von Hinsch & Pfingsten, 1998, "Gruppentraining Sozialer Kompetenzen") beinhaltet verschiedene Module, die sich mit den Themen "Rechte durchsetzen", "Beziehungen aufbauen" und "um Sympathie werben" befassen.

Ziel der Gruppe ist der Aufbau sozial kompetenten und selbstsicheren Verhaltens durch Erarbeiten und Ausprobieren neuer Verhaltensweisen in sozialen Situationen. Das Training umfasst sowohl psychoedukative Elemente, wie z.B. kommunikationspsychologische Theorien, als auch interaktionelle Komponenten.

Inhaltlich wird gemeinsam erarbeitet, wodurch sich sozial kompetentes Verhalten in Abgrenzung zu unsicherem oder aggressivem Verhalten auszeichnet. Daneben stellen die Themen Forderungen und Wünsche adäquat zu formulieren und das eigene Auftreten wichtige Bausteine des Trainings dar.

Anhand von persönlichen Erfahrungen der Gruppenteilnehmer werden kompetente Verhaltensweisen in schwierigen sozialen Situationen erarbeitet. Durch Rollenspiele innerhalb der Gruppe werden diese neuen Verhaltensweisen ausprobiert und eingeübt und durch gegenseitiges Feedback in der Gruppe verstärkt.

Training Sozialer Kompetenzen

Ziele sind der bessere Umgang mit Panik und Angstanfällen, Angstbewältigung, Abbau des Vermeidungsverhaltens, Ersetzen von Tranquilizern durch Strategien zur Selbst-Beruhigung.

Im einzelnen geht es um:

  • Vermittlung des psycho-physiologischen Angstmodells
  • Zusammenhang von Gefahrenmeldung und körperlicher Energiebereitstellungsreaktion
  • Abbau des Vermeidungsverhaltens durch Konfrontations-Übungen
  • Aufbau angst-inkompatibler Kognitionen und Emotionen
  • (Sicherheitsmeldungen, Gelassenheit und Humor) 

 

Hier erhalten Sie mehr Informationen zu unserer Klinik für Psychiatrie.