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Adjuvante Pharmakotherapie

 

Adjuvante Pharmakotherapie

Fachgebiet Adoleszente

Bei ca. 50 % aller stationären Patienten ist auch eine medikamentöse Therapie indiziert. Hierbei können entsprechend den Diagnosen nach ICD 10 nahezu alle Psychopharmaka zum Einsatz kommen.
Eine häufige, medikamentös zu unterstützende Störung ist die Aufmerksamkeits- und Aktivitätsstörung (hyperkinetisches Syndrom), bei der die Gabe von Stimulanzien als Maßnahme der ersten Wahl im Vordergrund steht. Hierbei kommt Methylphenidat am häufigsten zum Einsatz. Bei 60 bis 90 % der betroffenen Jugendlichen zeigt sich eine positive Wirkung in Form von Abnahme der Hyperaktivität und Impulsivität bei Zunahme der Konzentrationsfähigkeit. Die häufigste Nebenwirkung ist eine initiale Appetit- und Schlafstörung, die in der Regel nicht anhaltend ist und durch gleichzeitige Gabe mit oder nach den Mahlzeiten, sowie Vermeidung später Einnahme (nach 15 Uhr) meist verhindert werden kann. Eine Gewöhnung oder Abhängigkeit tritt nicht ein. Die Wirkung ist rein symptomatisch und die Besserung nach Absetzen der Medikation ist im Wesentlichen auf Nachreifungsprozesse zurückzuführen, die während der stationären Behandlung durch das gesamttherapeutische Setting bewirkt werden.
In anderen Fällen kommen Antidepressiva, nieder- bis mittelpotente Neuroleptika sowie Antikonvulsiva zum Einsatz. Die Indikation richtet sich nach dem Störungsbild des Kindes und wird hier nicht im Einzelnen dargelegt.
Gelegentlich kann die vorübergehende Gabe eines Medikaments auch diagnostischen Zwecken dienen. Die Behandlung findet nach Aufklärung in enger Kooperation mit den Eltern statt. Außerdem ist hervorzuheben, dass in unserem kinderpsychiatrischen Behandlungskontext Medikamente mindestens ebenso häufig ab- wie angesetzt werden.
Die Compliance des Elternhauses ist bei minderjährigen Patienten wichtig für eine erfolgreiche medikamentöse Behandlung, unter 18 bedarf die Behandlung mit diesen Präparaten zusätzlich einer schriftlichen Einverständniserklärung der Sorgeberechtigten.

Lerninhalte:

Entsprechend jeder einzelnen Schulklasse bilden die Hauptfächer Deutsch, Mathematik, HSU und GSE, sowie Englisch die Schwerpunkte des Unterrichts Hier wird analog des Lehrplans der jeweiligen Klassenstufe unterrichtet. Von ebenso großer Bedeutung erscheinen die musischen Fächer Kunsterziehung, Musik und Sport. Sie sind in den täglichen Unterrichtsablauf integriert, ebenso wie Bewegungsübungen und Freiarbeit.
Der Unterricht findet in individueller Weise statt. Die Lerneinheiten dauern etwa zwischen zwanzig und vierzig Minuten, je nach Konzentration, Ausdauer und Arbeitshaltung des Schülers.
Es wird ein regelmäßiger Kontakt zu den Stammschulen der einzelnen Schüler gepflegt, Unterrichtsinhalte werden mit dem Klassenlehrer abgestimmt. Die Jugendlichen werden nicht umgeschult. Für jeden Schüler wird ein ausführlicher Schulbericht erstellt und an die Stammschule geschickt, diese stellt dann das jeweilige Zeugnis aus.

Kooperation zwischen Schule und Station:

Soweit möglich, werden Einzeltherapien nicht in den Beschulungszeitraum gelegt. Die Lehrkräfte nehmen bei Bedarf an den Fallbesprechungen innerhalb des Stations-Teams teil. Darüber hinaus besteht zwischen den Lehrkräften, dem pflegerischen  Personal, der Stationsleitung, dem Oberarzt und dem Stationstherapeuten ein fester wöchentlicher Austausch im Hinblick auf Schülerbeobachtungen, Verhaltensauffälligkeiten und Veränderungen.

 

Hier erhalten Sie mehr Informationen zu unserer Abteilung für Adoleszente.