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Geborgenheit durch Kompetenz und Freundlichkeit.

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Heilerziehungspfleger/innen

 

Definition

"Das zeitgemäße Aufgabenverständnis der Heilerziehungspflege umfasst die Erziehung, Begleitung, Assistenz, Beratung, Unterstützung, Bildung und Pflege von Menschen mit Behinderungen aller Altersstufen in ihrem Lebensumfeld.

Ziel der gesamten Tätigkeit von Heilerziehungspflegerinnen ist die Erhaltung bzw. die Entwicklung einer möglichst selbstbestimmten Lebensweise der zu unterstützenden Menschen, verbunden mit einem Höchstmaß an Lebensqualität.

Im Mittelpunkt steht der Mensch mit Behinderungen mit der unverwech-
selbaren Ausprägung seiner Persönlichkeit. Heilerziehungspfleger/innen sind dialogische Partner. Sie unterstützen Beziehungen der Menschen mit Behinderungen und gestalten ihr Handeln auf einfühlsame und wertschät-
zende Weise.

Heilerziehungspfleger/innen lernen und entwickeln in der Ausbildung die Fähigkeit zur professionellen Analyse und Reflexion der Biographie des Menschen mit Behinderung, seiner persönlichen Lebenswelt und seinen individuellen Bedürfnissen und Fähigkeiten.

Sie haben die Fähigkeit zur differenzierten Planung, Unterstützung und Assistenz bei Entwicklungs- und Bildungsprozessen in allen Lebensphasen.
Sie begleiten Menschen mit Behinderungen in ihren lebenslangen Lernprozessen mit dem Ziel einer höheren Autonomie und einem Mehr an Selbstverantwortung."
(BAG HEP, Kompetenzprofil, 2008)


Arbeitsfelder

    •    Wohnheime und Wohngruppen
    •    Heime/Internat der Schulen für Menschen mit Behinderung
    •    Psychiatrische Einrichtungen und Kliniken
    •    Rehabilitationseinrichtungen
    •    Tagesstätte/Tagesförderstätte
    •    Ambulante Dienste
    •    Integrative Kindergärten/Sonderkindergärten
    •    Werkstätten und Arbeitstrainingsbereiche
    •    Berufsbildungswerke
    •    Jugendstrafvollzug/forensischer Strafvollzug
    •    heilpädagogische Heime (nur in einigen Bundesländern)
    •    Sonderschulen für behinderte Menschen (nur in einigen Bundesländern)

Beispiel

Ein junger Mann, im Rollstuhl sitzend, muss einen Behördengang in die Stadt machen... 

Mit welchen Hindernissen dies verbunden ist, kann sich jemand ohne Handicap kaum vorstellen. Dies ist u.a. ein Bestandteil der Ausbildung, nämlich durch Selbsterfahrung den Weg des jungen Mannes nachzuvollziehen.


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