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Geborgenheit durch Kompetenz und Freundlichkeit.

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Psychiatrie

 

Psychiatrie

Chefarzt

Dr. med. Dipl. Psych. Wolfgang Hofmann
Arzt für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin


Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik
120 Betten + 12 Betten Sucht
20 Tagesklinikplätze Schönbach
19 Tagesklinikplätze Rastpfuhl
Institutsambulanz

Weiterbildungsbefugnis

Leistungsspektrum

Die Klinik empfängt Patienten mit psychischen Erkrankungen aller Art, sobald diese stationärer Behandlung bedürfen.

Wir behandeln Patienten mit

  • depressiven Störungen
  • Psychosen
  • psychosomatischen Störungen
  • Abhängigkeitsproblemen
  • Zwängen
  • Ängsten
  • Persönlichkeitsstörungen
  • Entwicklungsstörungen
  • ADHS
  • dementiellen Krankheitsbildern
  • ...
  • sowie Patienten mit psychischen Problemen infolge schwerer körperlicher Erkrankungen.

Als Krankenhaus der regionalen Vollversorgung setzen  wir – zum Teil in Zusammenarbeit mit benachbarten Kliniken – das gesamte Spektrum moderner Diagnostik ein. Hierzu zählen selbstverständlich ausführliches Erstgespräch, klinische Untersuchung, psychologische Testungen, sowie alle technisch apparativen Untersuchungen der Neurologie und der Radiologie.
Unser therapeutisches Angebot ist breit gefächert.

Therapieangebot(e)

Behandlungskonzept

Jeder Therapieplan wird individuell in Zusammenarbeit mit dem Patienten erstellt. Psychotherapien verschiedenster Form werden von ärztlichen und psychologischen Psychotherapeuten angeboten.

Im Bereich somatischer Behandlung bieten wir  Pharmakotherapie, Lichttherapie, Transkranielle Magnet-Stimulation, Elektro-Krampf-Therapie an.

An sogenannten Kotherapien kommen zum Einsatz:

Wir verstehen psychische Krankheit und psychische Störungen als Ergebnisse komplexer biologischer, psychologischer und sozialer Prozesse. Dementsprechend legen wir ein bio-psycho-soziales Verständnis der Störungen zugrunde.

Unser therapeutischer Ansatz ist folglich mehrdimensional:

  • Wir berücksichtigen die biologische Seite der Krankheit und bieten somatische Behandlungen an; unser psychotherapeutisches Angebot ist breit aufgestellt.
  • Die soziale Situation unserer Patienten wird im Rahmen von Familien- und Angehörigengesprächen, von Sozialberatung und Sozialtraining  bearbeitet und gefördert.
  • Die Behandlung dient  dem kranken Menschen und gilt nicht allein der Krankheit; in diesem Sinne ist unser Behandlungsansatz ganzheitlich, indem er die Individualität der Patienten berücksichtigt, nicht nur Krankheit behandelt, sondern auch gesunde Anteile fördert.
  • Die Therapieplanung erfolgt individuell in Partnerschaft mit dem Patienten. Im Sinne beruflicher und sozialer Wiedereingliederung fördern wir Rehabilitationsmaßnahmen verschiedenster Art.
  • Unsere Klinik ist gemeindenah und sozialpsychiatrisch orientiert. Im Sinne dieser Orientierung bieten wir vorrangig tagesklinische Behandlung an, welche dem Patienten den Verbleib in der häuslichen Umgebung erlaubt.
  • Wir verstehen uns vorrangig als Versorgungs-Klinik für die Stadt Saarbrücken und  den östlichen Teil des Regionalverbandes.

Als Teil eines übergreifenden Versorgungssystems arbeitet unsere Klinik mit Reha-Einrichtungen, mit niedergelassenen Nervenärzten/Psychiatern und Psychotherapeuten, mit sozialpsychiatrischen Institutionen, mit Selbsthilfe-Gruppen und Beratungsstellen zusammen.

Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik Sonnenberg

Integrierte Behandlung für Borderline-Persönlichkeits- störungen nach dem Konzept der Dialektisch-Behavioralen Psychotherapie (DBT)

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Psychiatrische Institutsambulanz

Die Psychiatrische Institutsambulanz bietet komplexe, ambulante Behandlung an für Patienten, die einer multiprofessionellen Therapie im ambulanten Rahmen bedürfen.

Die Institutsambulanz befindet sich im Erdgeschoß des Hauses 15.

Ansprechpartnerin:

Susanne Fried hilft Ihnen gerne weiter.

Kontakt:

Telefon: +49 (0) 6 81/8 89-28 75
Fax: +49 (0) 6 81/8 89-24 09
E-Mail: s.fried(at)sb.shg-kliniken.de

Team Oberärzte

Dr. med. (B) Robert Dirckes, Leitender Oberarzt

Facharzt für Psychiatrie, Neurologie und Psychotherapie

Dr. med. Dipl. Psych. Helmut Sittinger, Leitender Oberarzt

Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie

Rüdiger Schreiner, Oberarzt

Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie

Abteilungsleitung Pflege

Gabriele Weiland 

seit 1979 bei den SHG-Kliniken Sonnenberg

 

Zuständigkeitsbereich:

  • vollstationärer Bereich Erwachsenenpsychiatrie
  • Adoleszentenstation
  • Station D1
  • psychiatrische Tageskliniken Schönbach und Rastpfuhl der SHG-Kliniken Sonnenberg

Aus-, Fort- und Weiterbildungen:

  • Krankenschwester
  • Fachschwester für Psychiatrie
  • Fachwirtin für Gesundheits- und Sozialwesen

Kontaktdaten:

Telefon: +49 (0) 6 81/8 89-16 53
E-Mail: psych.ltg(at)sb.shg-kliniken.de

Unsere Station

Die Abteilung Erwachsenenpsychiatrie stellt sich vor

Auf unseren Stationen werden Menschen mit psychischen Erkrankungen behandelt. Dazu gehören Menschen mit Psychosen, Depressionen, Abhängigkeitserkrankungen, Angststörungen, Belastungsreaktionen, Reifestörungen, sowie Menschen in schwierigen Lebenssituationen.

Da diese Erkrankungen oftmals mit schwerwiegenden psychischen und sozialen Einschränkungen einhergehen, möchten wir Sie mit Ihren Beschwerden so gut wie möglich behandeln.
Unsere Behandlungsteams setzen sich aus Chefarzt, Oberarzt  und Assistenzärzten, Psychologen, Sozialpädagogen, Fachpflegekräften, Sport-,  Ergo-, Musik-  und anderen Therapeuten zusammen.

Bei der Zusammenarbeit aller Berufsgruppen liegt uns das Erkennen Ihrer psychischen und emotionalen Bedürfnisse am Herzen.
Wir möchten Sie motivieren und aktivieren. Dazu gehört das Konzept der aktivierenden Tagesstruktur, die in einem individuellen Therapieplan gemeinsam mit Ihnen festgelegt wird.
Durch Ihre  engagierte Mitarbeit an der Therapie kann eine aussichtsreiche Behandlung erfolgen.

Gerne möchten wir Sie mit einigen allgemeinen Abläufen auf unseren Stationen vertraut machen. Dazu geben wir Ihnen ein paar Informationen zu unseren Stationsabläufen.

 

P 1

Station P 1 befindet sich im Erdgeschoss des Hauses 1 und ist unsere Intensivstation; sie verfügt über Intensivbetreuung und dient der Behandlung akut gefährdetet Patienten. Wie alle unsere Stationen ist auch P 1 gemischt belegt und nur fakultativ geschlossen.
Telefon: +49 (0) 6 81/8 89-15 31

P 2

Station P 2 befindet sich im Erdgeschoss des Hauses 1. P 2 ist eine gemischt belegte, offen geführte allgemeinpsychiatrische Station.
Telefon: +49 (0) 6 81/8 89-15 25

P 3

Station P 3 befindet sich im 2. OG des Hauses 1; sie ist eine offen geführte allgemeinpsychiatrische Station und gemischt belegt.
Telefon: +49 (0) 6 81/8 89-15 07

P 4

Station P 4 befindet sich im 1. OG des Hauses 5. Sie ist eine offen geführte und gemischt belegte allgemeinpsychiatrische Stationen.
Telefon: +49 (0) 6 81/8 89-15 81

P 5

Ausschließlich Station P 5 empfängt die Patienten der dialektisch behavioralen Therapie (DBT); daneben werden jedoch auch Patienten mit anderen Störungen auf der gemischt belegten Station behandelt.
Telefon: +49 (0) 6 81/8 89-15 90

Tagesablauf in unserer Station

Allgemeiner Tagesablauf

06:30 Uhr   
Wecken der Patienten
Frühstücksbuffet
       
08:15 Uhr       
Therapien laut Therapieplan
Visiten, Gruppentherapie
Morgenrunde, Sport-, Ergotherapie, etc

Mittagessen
Mittagsruhe

13:00 Uhr       
Therapien laut Therapieplan
Gruppentherapie, Einzelgespräche
Sport-, Ergotherapie, etc
       
Nachmittagskaffee

16:00 bis 20:00 Uhr
Besuchszeit, am Wochenende ab 09:00 Uhr
Abendessenbuffet und Tagesrückblick,
danach Freizeit (Fernsehen, Spiele, etc)

ab 22:30 Uhr        
Nachtruhe

Wir hoffen, dass Sie sich bei uns wohlfühlen.

Psychiatrische Pflege

Definitionen:

Die ursprüngliche Wortbedeutung von Pflege liegt in "der Sorge für etwas". Sie umfasst Gesundheits- und Krankenpflege und wird demnach nicht nur im Krankenhaus geleistet.

Pflege beinhaltet auch Gesundheitserziehung, Vorsorge und Rehabilitation.

Die Krankenpflege im Krankenhaus ist somit nur ein Teilbereich von Pflege. Im Vergleich zur Entwicklung der allgemeinen Pflege ergibt sich für den Bereich der Pflege in der Psychiatrie ein vollkommen anderes Bild.

Definition "Psychiatrische Pflege"  laut Arbeitskreis der Deutschen Gesellschaft für Sozialpsychiatrie:
Zur Pflege gehört die Achtung vor Leben, vor der Würde und den Grundrechten des Menschen. In der psychiatrischen Pflege steht die Begleitung von Menschen, die in ihrer Person als Ganzes von einer psychiatrischen Erkrankung betroffen sind, im Vordergrund.

Psychiatrisch Pflegenden ist bewusst, dass jeder Patient auf der Basis seiner Biographie, seines sozialen Umfeldes und seiner individuellen Möglichkeiten und Ziele bzw. Lebensvorstellungen, begleitet und unterstützt wird.

Die Unterstützung erfolgt so lange und so intensiv wie der Einzelne dies braucht, um sich mit der Krankheit auf den unterschiedlichsten Ebenen auseinander zusetzen, Defizite zu kompensieren, seinen Alltag trotz Erkrankung zu bewältigen, kritische Situationen zu erkennen und sich darauf einzustellen Ressourcen des sozialen Umfeldes und der psychosozialen Versorgung zu nutzen.

Wesentliche Merkmale sind:

  • Beachtung des empirischen und des aktuellen wissenschaftlich fundierten pflegerischen Fachwissens.
  • Einbeziehung der individuellen Probleme und Ressourcen des Patienten.
  • Einsatz der institutionellen Ressourcen unter Beachtung einer verantwortbaren Wirtschaftlichkeit in prozeßhafter, standardisierter und dokumentierter Form.

Bezugspflege, durchführbar wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

  • Bezugsfähigkeit des Patienten
  • professionelle Empathie
  • Gesprächsführungskompetenz

Leistungskatalog:

1. allgemeine Pflege

  • Erstellung Pflegeplanung, einschließlich Pflegeanamnese
  • Pflegedokumentation
  • Vitalzeichenkontrolle
  • Prophylaxen
  • Mobilisation
  • Anleitung und Hilfe bei der Körperpflege
  • Sicherstellung der Nahrungsaufnahme
  • Betreuung Sterbender
  • Versorgung Verstorbener
  • u. a.

2. spezielle Pflege

  • Blutentnahmen, Injektionen, Infusionen u. a. medizinische Verordnungen
  • Vor- und Nachbereitung von Untersuchungen
  • Wundversorgung
  • Richten und Ausgeben von Medikamenten
  • Begleitung zu diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen
  • Mitwirkung bei der Notfallversorgung und Maßnahmen der Ersten Hilfe

3. psychiatrische Pflege

  • Betreuung und Beobachtung
  • Krisenintervention in Gefährdungssituationen
  • Entlastende und orientierungsgebende Gesprächskontakte, auch mit Angehörigen
  • Mithilfe bei der Bewältigung des Tagesablaufes
  • Mitwirkung bei Einzel- und Familientherapien
  • Begleitung bei Hausbesuchen und sonstigen Terminen
  • Maßnahmen bei Aufnahme, Verlegung und Entlassung
  • Mitwirkung an speziellen psychotherapeutischen Maßnahmen
  • Hilfe beim Umgang mit persönlichem
  • Eigentum
  • u. a.

Psychiatrische Pflege bedeutet nicht allein, bei den Alltagsverrichtungen unmittelbar helfend in den Handlungsbedarf einzugreifen oder ärztlich verordnete abgrenzbare Einzelleistungen wie Medikamentenvergabe oder Verbandwechsel durchzuführen.

Sie muss vielmehr bedeuten, dem psychisch Kranken Hilfe zu geben, dass er die Regeln der Sorge des Menschen für sich selbst und des mitmenschlichen Umgangs als Element des eigenen Handlungsrepertoires wahrnimmt und umsetzt. (Expertenkommission der Bundesregierung 1988)

APP (Ambulante Psychiatrische Pflege)
Flyer zum Download

 

häusliche ambulante psychiatrische Pflege

Schwester Oranna

Leitung

Fachkrankenschwester für Psychiatrie

Schwester Ute

Fachkrankenschwester für Psychiatrie

 

Die Ambulante psychiatrische Pflege (APP), auch häusliche psychiatrische Fachkrankenpflege, ist ein Versorgungsangebot für psychisch erkrankte Menschen.

Entwicklung der APP

Die psychiatrische Versorgung in Deutschlang war lange auf reine Krankenhausbehandlung beschränkt. Die Psychiatrie-Enquête von 1975, ein umfassender Bericht über die psychiatrische Versorgung in Deutschland, leitete einen grundlegenden Wechsel ein. Die Kernforderungen der Expertenkommission waren Dezentralisierung der Versorgung und der Vorrang von ambulanten Angeboten vor stationären Maßnahmen. Hiermut wurden Ziele formuliert, die in anderen europäischen Ländern insbesondere Italien, Frankreich und England bereits Prinzipien der Psychiatriereformen waren.

Im Zuge der deutschen Psychiatriereform wurden in erster Linie komplementäre, die Krankenhausversorgung ergänzende, rehabilitative Angebote aufgebaut. Sie trugen dazu bei, dass Krankenhausbetten vor allem im Langzeitbereich abgebaut werden konnten.

Das erste Modellprojekt für ambulante psychiatrische Pflege wurde 1980 in Nordrhein-Westfalen ins Leben gerufen. Seitdem wurden über viele Jahre auf Basis von Einzelfallentscheidungen und Sondervereinbarungen wietere ambulante psychiatrische Pflegeangebote erprobt, die jedoch weder flächendeckend noch regelfinanziert waren. Aufgrund eigenständiger Länderregelungen entstanden in den folgenden 25 Jahren sehr unterschiedliche Angebote, die in der Intensität, in den Inhalten der Pflegeleistungen und auch in der zulässigen Verordnungsdauer sehr stark variierten.  

Zielsetzung

Die ambulante psychiatrische Pflege ist ein gemeindeorientiertes Versorgungsangebot. Sie soll dazu beitragen, dass psychisch kranke Menschen ein würdiges, eigenständiges Leben in ihrem gewohnten Lebenszusammenhang führen können. Durch die Pflege vor Ort soll das Umfeld beteiligt und die soziale Integration gewährleistet werden. Dazu gehört auch die Arbeit mit den Angehörigen, die in die Behandlung einbezogen und entlastet werden sollen. Die ambulante psychiatrische Pflege kann wiederkehrende Klinikaufenthalte, die von den Betroffenen und dem sozialen Umfeld häufig als stigmatisierend empfungen werden, vermeiden. Die ambulante Pflege soll mit ihren flexiblen, aufsuchenden Angeboten Behandlungsabbrüchen vorbeugen. Auch der für die Patienten sehr belastende Wechsel von psychiatrischen Diensten je nach Behandlungsbedarf soll durch das integrierte Angebot der ambulanten psychiatrischen Pflege vermieden werden.

Inhalte

Ambulante psychiatrische Pflege ist aufsuchend tätig und damit Verbindungsglied zwischen Beeratungsstellen, Kliniken, Rehabilitationseinrichtungen, Ärzten, Therapeuten, Tageskliniken, betreutem Wohnen und anderen psychosozialen Diensten und Angeboten in der Gemeinde.

Die Häufigkeit der Besuche orientiert sich an dem Bedarf der Patienten und kann von 1x Woche bis zu 4x Woche jeweils 1 Stunde variieren. Die Behandlungsdauer beträgt grundsätzlich 4 Monate.

 

Die Aufgaben sind:

  • professionelle, tragfähige Beziehung aufbauen;
  • feststellen, beobachten und dokumentieren des Hilfebedarfs und dessen Entwicklung (Pflegeprozess);
  • Hilfe bei der Bewältigung von Alltagsanforderungen;
  • stützende Tagesstruktur schaffen;
  • Wahrnehmen und Beobachten von Krankheitszustand und -entwicklung;
  • ärztliche Behandlung unterstützen;
  • durch Gespräche die eigene Verwantwortlichkeit der Patienten stützen und fördern;
  • einen bewussten, aktiven Umgang mit der Krankeheit / Beieinträchtigung durch Information und Beratung fördern;
  • Krisensituationen erkennen (z. b. Suizidalität, familiäre Probleme);
  • frühzeitige Krisenintervention (z. B. engmaschige Betreuungs- und Gesprächsangebote, Entspannungsübungen)
  • die Angehörigen und das soziale Umfeld aktiv einbeziehen, beraten und unterstützen;
  • Koordination und Vermittlung von Hilfen;
  • eigenverantwortlichen Umgang mit Medikamenten und die Compliance fördern;
  • Wirkung und Nebenwirkungen der Medikamente erkennen;
  • praktische Unterstützung der Patienten zur Erreichung ihrer Ziele

 

Kompetenzen der Pflegekräfte

Das ambulante Arbeitsfeld stellt erhöhte Anforderungen an die Pflegekräfte, die sich im Gegensatz zur stationären Arbeit in sehr komplexen Strukturen behaupten müssen.

Da die Einsätze immer allein erfolgen, müssen die Pflegekräfte in der Lage sein, sehr differenziert die Situation der Patienten einschätzen zu können und eigeständig zu arbeiten. Sie müssen ermessen, ob die geleisteten Angebote angemessen und hilfreich sind, ob der Patient ausreichend versorgt ist und ob weitere Dienste einbezogen werden müssen. Dazu ist ein hohes Maß an Eigenverantwortung und Kompetenz erforderlich.

 

Da sich die ambulante psychiatrische Pflege im direkten Lebensumfeld der Patienten vollzieht, sind die Pflegekräfte direkt mit deren Lebensführung konfrontiert. Da eine annehmende Beziehung zu den Patienten die Grundlage der ambulanten Pflege ist, müssen die Pflegekräfte in der Lage sein, unterschiedliche und oft auch ungewöhliche Lebensentwürfe zu akzeptieren. Das differenzierte Überdenken der eigenen Wertvorstellungen ist Grundlage dafür, ein integrierendes, nicht-diskriminierendes und nicht bevormundendes Handeln zu entwickeln, das auf die komplexen Bedürfnisse der Patienten eingeht.

 

Ambulante psychiatrische Pflege basiert auf der Orientierung an den individuellen und sozialen Ressourcen des Patienten und den Angeboten in der Gemeinde. Um diese Ressourcen erkennen und nutzen zu können, müssen die Pflegekräfte eine enge Kooperation mit den Patienten und den Angehörigen herstellen können. Um eine ganzheitliche, integrative Versorgung anbeiten zu können, ist es erforderliche, dass die Pflegekräfte ein umfassendes Wissen über rechtliche Regelungen, sowie die unterschiedlichen Angebote, Institutionen und Unterstützungsmöglichkeiten für die Patienten und ihre Familien in der Region haben.

Daher erfüllt unser APP die Anforderungen der Kostenträger nur ausgebildete Fachpflegekräfte mit langjähriger Berufserfahrung einzusetzen.

 

Besonderheiten

Die ambulante psychiatrische Pflege richtet sich an Menschen, die eine psychiatrische Behandlung und Pflege akzeptieren. Die Freiwilligkeit ist ein besonders wichtiger Aspekt, weil die Pflegekräfte darauf angewiesen sind, dass ihnen bei ihren Besuchen die Tür geöffnet wird und die Betroffenen sich an den Interventionen beteiligen. Diese Gastrolle der Pflegekräfte führt gegenüber der stationären Behandlung, bei der das Personal das Hausrecht hat, zu einer Veränderung der Beziehungen. Die Patienten und Pflegekräfte handeln gemeinsam aus, welche Angebote geeignet sind und wie sie durchgeführt werden sollen. Die ambulante Pflege leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Selbstbestimmung der Patienten in der psychiatrischen Versorgung.

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Tagesklinik Rastpfuhl

Die psychiatrische Tagesklinik Rastpfuhl gehört zur Klinik für Psychiatrie der SHG-Kliniken Sonnenberg und bietet zusätzlich zum stationären Angebot weiterführende teilstationäre Behandlungsmöglichkeiten.

Vorteile der tagesklinischen Behandlung:

  • Vollstationäre Krankenhausaufenthalte können erheblich verkürzt, meistens sogar vermieden werden.
  • Hilfestellung in Krisenzeiten (inenger fachlicher Zusammenarbeit mit den Sonnenberg-Kliniken)
  • Optimierung von medikamentösen Langzeitbehandlungen.
  • Aufrechterhaltung familiärer und sozialer Kontakte
  • Erhalt und Aufbau von zwischenmenschlichen Beziehungen
  • Lebensnah strukturierter Alltag
  • Tägliches Sozialtraining durch Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, Bewältigung alltäglicher Abläufe, wie z.B. Morgen- und Abendgestaltung.
  • Mobilisierung der Selbsthilfekräfte
  • Förderung von Eigeninitiative
  • Kontaktpflege durch Außenaktivitäten im direkten Umfeld der Tagesklinik wie z.B. Selbsthilfegruppen, Tagesstätten etc.
  • Training sozialer, kognitiver und lebenspraktischer Fähigkeiten in der Gruppe der Mitpatienten.

Sozialberatung

Ein stabiles psychosoziales Umfeld ist die wesentliche Grundlage für den psychischen Stabilisierungsprozess. Von daher legen wir besonderen Wert auf eine intensive sozialpädagogische Unterstützung in Form von:

  • Beratung und Unterstützung bei der beruflichen und sozialen Integration (Case Management)
  • Organisation und Begleitung der stufenweise Wiedereingliederung am Arbeitsplatz
  • Einleitung beruflicher oder medizinischer Rehabilitationsmaßnahmen
  • Vermittlung in Tagesstätten, betreutes Wohnen und Beratungsstellen
  • Sozialrechtliche Beratung und Unterstützung bei Ämter- und Behördenangelegenheiten.
  • Hilfestellung bei finanziellen Problemen und Wohnungsangelegenheiten.

Aufnahmebedingungen

Für die Behandlung in unserer psychiatrischen Tagesklinik benötigen Sie eine Krankenhauseinweisung Ihres niedergelassenen Hausarztes oder Psychiaters, sofern Sie nicht direkt aus der vollstationären Behandlung zu uns kommen.
Wenn Sie weitergehende Informationen über unsere Einrichtung oder einen Besichtigungstermin haben wollen – rufen Sie uns an: +49 (0) 68 1/99196-0.

Ärztliche und psychotherapeutische Angebote

Diagnostik und Behandlung
Psychotherapeutische Einzel- und Gruppengespräche

Paar- und Familiengespräche
Psychoedukation

Begleitende Therapien
Ergotherapie
Sporttherapie
Sozialtherapie

Gruppenangebote
Aktivitätsgruppen
Training von Alltagsfähigkeiten und sozialen Kompetenzen
Wochenplan

Tagesklinik Schönbach

Die psychiatrische Tagesklinik Schönbach, eine von zwei Tageskliniken der SHG-Kliniken Sonnenberg, liegt unmittelbar an der Pferderennbahn am Ufer der Saar. Sie ist eingebettet in ein Therapiezentrum bestehend aus Tagesklinik Jugendpsychiatrie, Therapieanlage Schönbach, einem angeschlossenen Kindergarten und einer Landschaftsgärtnerei.

Die tagesklinische Behandlung ist ein moderner Baustein der psychiatrischen Versorgung. Neben der manchmal  unvermeidlichen vollstationären Behandlung, bildet die Tagesklinik einen Übergang  zur Wiedereingliederung in die häusliche Umgebung.  
Um dem Charakter einer stationären Behandlung entgegen zu wirken, haben wir die Tagesklinik räumlich von den SHG Kliniken Sonnenberg getrennt. Die offene, helle und freundlich gestaltete Anlage vermittelt, dass es sich hier nicht um eine stationäre Behandlung handelt.      

Die Therapie findet von Montag bis Freitag (08:00 bis 16:00 Uhr), statt. Nach Therapieende kehren die Patienten in ihr häusliches Umfeld zurück. Abends, an Wochenenden und an Feiertagen ist die Tagesklinik nicht besetzt. Für Notfälle sind dann die SHG Kliniken Sonnenberg (Telefon: +49 (0) 68 1/889-09), zuständig. Tagesklinisch können Menschen betreut werden, die an allgemeinpsychiatrischen Krankheitsbildern leiden. Während des Aufenthalts in der Tagesklinik wird neben der medizinischen Behandlung, der Umgang mit der Erkrankung und deren Symptomen gelernt. Es werden soziale, kognitive und lebenspraktische Fähigkeiten trainiert. Eine geregelte Tagesstruktur wird gelebt.
Die Einweisung erfolgt entweder direkt nach der vollstationären Behandlung oder durch einen niedergelassenen  Nervenarzt. Die Patienten beginnen die Behandlung nach einem Vorstellungsgespräch zu einem festgelegten Termin.

Ein multiprofessionelles Team aus

  • Psychologe/in
  • Pflegepersonal
  • Sozialarbeiterin
  • Ergotherapeuten
  • Arbeitstherapeuten, (Landschaftsgärtner)
  • Sporttherapeuten
  • Praktikant/innen
  • Schüler/Innen

sorgt dafür, dass die unterschiedlichen beruflichen Sichtweisen und Erfahrungen mit den Bedürfnissen der Patienten zu einem gemeinsam formulierten Behandlungsziel, zusammengeführt werden. Aufgrund dieser ganzheitlichen Betrachtungsweise wird ein individuell gestalteter Behandlungsplan erstellt. Dieser bietet den Patienten genügend Spielräume zur Eigeninitiative und zur Mobilisierung ihrer Selbstheilungskräfte.

Angebotene Therapien/medikamentöse Therapien

  • Ergotherapie
  • Haushaltstherapie
  • Sporttherapie
  • psychologische Gruppen und Einzeltherapie
  • sozialarbeiterische Beratung
  • Reittherapie
  • Arbeitstherapie (Gärtnerei)
  • Aromatherapie
  • Sondergruppen (Freizeitmangement wie z.B. Fahrradgruppe, Außenaktivitäten)
  • kognitives Computertraining

Tagesklinik Schönbach,

die Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik

SHG-Kliniken Sonnenberg

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Kontakt

Doris Komander
Telefon: +49 (0) 6 81/8 89-22 04
Fax: +49 (0) 6 81/8 89-24 09

E-Mail: sekr.psychiatrie(at)sb.shg-kliniken.de

Adresse

SHG-Kliniken Sonnenberg
Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik
Sonnenbergstraße 10
66119 Saarbrücken

häusliche ambulante Pflege

Ambulante Psychiatrischer Pflegedienst
Telefon: 06 81 / 8 70 09-35
Mobil: 0173 / 6 58 02 49
Telefax: 06 81 / 8 70 09-48
E-Mail: app-lfg(at)sb.shg-kliniken.de

Tagesklinik Schönbach

Telefon: +49 (0) 6 81/98 82-60
Fax: +49 (0) 6 81/98 82-650
E-Mail: tkschoenbach(at)sb.shg-kliniken.de

Großblittersdorfer Straße 329
66130 Saarbrücken

Tagesklinik Rastpfuhl

Telefon: +49 (0) 6 81/99 196-0
Fax: +49 (0) 6 81/99 196-29
E-Mail: tkrastpfuhl(at)sb.shg-kliniken.de


Lahnstraße 19
66113 Saarbrücken